Euer Garten schläft nie – aber ihr schon, und genau da liegt das Problem. Eine gute Sicherheitskamera für Draußen sorgt dafür, dass ihr trotzdem alles im Blick behaltet: ob Einbrecher, neugierige Nachbarn oder der Fuchs, der eure Mülltonne liebt.
Bevor ihr euch in Auflösungswerte und Bewegungsmelder verbeißt, lohnt sich ein Blick auf die Grundsatzfrage: Wie soll eure Außenkamera überhaupt mit Strom versorgt werden? Das beeinflusst nämlich nicht nur die Montage, sondern auch den laufenden Aufwand.
Kurz gesagt: Wer maximale Flexibilität will, greift zu Akku oder Solar. Wer auf Nummer sicher gehen möchte und eine Steckdose in der Nähe hat, ist mit Kabel bestens bedient.
Hersteller werfen gerne mit Buzzwords um sich. Damit ihr beim Kauf nicht ins Leere greift, erklären wir euch die wichtigsten technischen Merkmale einer Sicherheitskamera für Draußen in aller Kürze.
Mit diesen Basics im Gepäck könnt ihr Produktbeschreibungen viel besser einordnen und wisst sofort, ob eine Kamera wirklich das hält, was sie verspricht.
Auf dem Markt tummeln sich viele Marken, aber nicht jede ist für jeden Anwendungsfall gleich gut geeignet. Hier ein schneller Überblick über die bekanntesten Player.
Wer tief im Amazon/Alexa-Kosmos steckt, wird mit Ring glücklich. Wer Wert auf Datenschutz und lokale Speicherung legt, sollte Reolink oder Eufy im Blick behalten.
Eine top Kamera nützt nichts, wenn sie am falschen Ort hängt oder schlecht ausgerichtet ist. Diese Punkte solltet ihr bei der Montage unbedingt beachten.
Ein paar Minuten Planung vor der Montage sparen euch später das Ärgernis, alles noch einmal umzubauen. Im Zweifel: erstmal mit Klebeband provisorisch positionieren und die App-Vorschau nutzen.
Kameras mit lokalem Speicher über SD-Karte oder per LAN-Kabel (PoE) funktionieren auch ohne WLAN. Modelle von Reolink oder klassische PoE-Systeme speichern direkt auf einem NVR oder einer Speicherkarte – ganz ohne Cloudanbindung und Internet.
Das hängt stark von der Aktivität ab. Bei wenigen Bewegungsevents pro Tag schaffen viele Modelle 3 bis 6 Monate mit einer Akkuladung. Bei häufigem Auslösen oder aktiviertem Dauervideo kann der Akku deutlich schneller leer sein. Ein Solarpanel kann den Akku kontinuierlich nachladen und den Wartungsaufwand auf nahezu null reduzieren.
Nicht überall. In Deutschland gilt: Die Kamera darf ausschließlich euer eigenes Grundstück überwachen. Öffentliche Gehwege, Nachbargrundstücke oder Nachbars Einfahrt dürfen nicht im dauerhaften Blickfeld liegen. Im Zweifelsfall lieber den Kamerawinkel anpassen oder rechtlichen Rat einholen.
Nicht zwingend – aber ohne Abo ist der Funktionsumfang eingeschränkt. Bei Ring und Arlo sind Basis-Features wie Live-View oft kostenlos, aber Cloud-Aufzeichnungen, erweiterte KI-Erkennung und Videoverlauf kosten extra. Wer kein Abo möchte, sollte auf Modelle mit lokalem Speicher setzen, zum Beispiel von Eufy oder Reolink.
Der IP-Schutzcode gibt an, wie gut ein Gerät gegen Staub und Wasser geschützt ist. IP65 bedeutet: vollständig staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser aus beliebigen Richtungen – ausreichend für normale Witterungsbedingungen. IP67 geht noch einen Schritt weiter und hält auch kurzfristiges Untertauchen bis 1 Meter aus. Für Außenkameras ist IP65 das empfohlene Minimum.