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Thermostate

Was sind Smarte Thermostate?

Ein Smartes Thermostat wird auf dem Ersten Blick nicht sofort auffallen wenn es an einem Heizkörper angebracht wurde. Die Größe entspricht etwa die eines Analogen herkömmlichen Thermostats. Der Unterschied ist im inneren verborgen.

Smarte Heizkörperthermostate sind mit einem kleinen Motor mit Getriebe, einer Stromversorgung der Hauptplatine mit Prozessor und einem Display ausgestattet. Zur Kommuniktation benutzen sie Wlan, Bluetooth oder Funk (868 MHz). Neben einem Temperatur-Sensor verfügen manche Modelle auch zusätzlich über einen Feuchtigkeits-Sensor der kontinuierlich die Lüftfeuchtigkeit im Raum misst.

Die Wunschtemperatur wird meistens über einen Drehregler an der Vorderseite des Thermostats eingestellt und auf dem Display angezeigt. Das Smarte Thermostat vergleicht dann denn IST-Wert mit dem eingestellten SOLL Wert. Ist der IST-Wert kleiner als der SOLL-Wert öffnet das Ventil den Heizkörperzulauf und der Heizkörper erwärmt sich. Sobald die eingestellte Temperatur erreicht wurde schließt das Thermostat das Ventil wieder. Die aktuelle Temperatur und auch die SOLL-Temperatur sowie weitere Informationen über das Smarte-Thermostat werden ständig an die APP oder den Gateway des jweiligen Herstellers gesendet.

 

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Analoges Thermostat
Homematic Funk-Heizkörperthermostat Smarte Heizungsthermostate
Quelle: Homematic Heizkörper-Thermostat (Amazon)

Welche Hersteller stellen Smarte Thermostate her?

Es gibt Momentan Smarte Heizkörperthermostate von folgenden Herstellern:  tado°,Elgato EVE, Bosch Smart Home, Homematic IP, Netatmo, AVM FRITZ!, Devolo, Telekom, Meross, Danfoss, Eurotronic.
Hier gehts zu den Smarten Thermostaten

Wie sieht der Aufbau aus?

Im Grunde sieht der Aufbau sehr einfach aus. Bei diesem Beispiel wurde eine CCU3(Gateway) und Smarte Heizkörperthermostate von Homematic IP verwendet.

Der Gateway von Homematic IP ist die Schnittstelle um mit allen Geräten von Homematic und Homematic IP zu komunizieren und ist bei diesem Hersteller Voraussetzung für eine Smarte Heizungssteuerung. Der Gateway wird mit dem Router verbunden und erhält so eine Internet und Netzwerkfähigkeit. Alle Heizungsthermostate müssen nach der Inbetriebnahme erstmals mit dem Gateway gekoppelt werden, damit das System weiß welche Geräte sich in diesem Smarthome befinden.

Die Heizungssteuerung kann nun per Smartphone APP eingerichtet werden.

 

Was muss ich beachten?

Bevor man seine Smarte Heizungssteuerung in Betrieb nimmt sollte man folgende Dinge beachten:
 
Verwendet man eine Smarte Heizungssteuerung mit einem Gateway, so sollte man diesn Gateway an einem Ort anbringen der am besten im Mittelpunkt von allen zu steuernden Geräten liegt. So vermeidet man Verbindungsabbrüche oder Kommuniktionsprobleme.
 
Verwendet man ein Smartes Thermostat oder einen Gateway der nur mittels Cloud-Anwendung über das Internet gesteuert werden kann, so kann es passieren, dass wenn das Internet ausfällt die Heizungs nicht mehr über die App steuerbar ist. Die meisten Thermostate laufen dann mit der vorher eingestellten Temperatur weiter.
Eine manuelle Änderung der Temperatur am Thermostat selbst ist natürlich möglich.
 
Wie fast alle Smarten-Komponenten benötigen auch Smarte Thermostate eine Energiequelle um Ihren Dienst zuvollrichten. Sprich ist die Batterie leer, dann bleibt das Thermostat auf der letzten Einstellung stehen. Manche Anbieter informieren in Ihrer APP über den Zustand der Batterie oder melden sich auch per Nachricht, dass eine Batterie aufgebraucht ist.

 

Was können Smarte Thermostate

Voreingestellte Heizprogramme: Wie bei einem programmierbaren Thermostat können Sie auch bei intelligenten Geräten Heizzeiten einstellen. Dabei legen Sie über Smartphones, Tablets oder PCs fest, wie warm es zu verschiedenen Tageszeiten sein soll.

   
Selbstlernende Thermostate: Ein intelligentes Thermostat lernt aus wiederholten Einstellungen Ihre Gewohnheiten kennen. Es übernimmt diese in die eigene Regelung und sorgt nach kurzer Zeit von allein dafür, dass es zu den gewünschten Zeiten wohlig warm ist.
 
Anwesenheitserkennung: Ist ein smarter Heizkörperthermostat mit Ihrem Smartphone gekoppelt, weiß er immer, wie weit Sie vom Haus entfernt sind. So lässt das Gerät die Raumtemperaturen sinken, wenn Sie sich von Haus oder Wohnung entfernen. Kommen Sie zurück, hebt das kleine Bauteil die Raumtemperaturen rechtzeitig wieder an. (Hersteller Tado° hat diese Funktion im Angebot)
 
Sprachsteuerung: „Alexa: Stelle Wohnzimmer auf 22,5°“ Während Sie konventionelle Thermostatköpfe immer von Hand bedienen müssen, arbeiten smarte Geräte heute mit Sprachsteuerung. Sie lassen sich auf Zuruf via Alexa, Siri oder Google Assistent verändern, um die Temperaturen in einem Raum Ihren Wünschen anzupassen. Vorausgesetzt Sie haben einen Smarten Sprachassistenten.
 
Fenster-auf-Erkennung: Bleiben die Heizkörper beim Stoßlüften aufgedreht, geht schnell viel Wärme verloren. Intelligente Heizkörperthermostate erkennen über einen Fensterkontaktschalter oder anhand des Temperatursturzes, dass die Fenster offen sind und drehen die Heizkörper vorübergehend ab. Schließen Sie die Fenster, heizen die Heizkörper dann ganz automatisch wieder.
 
Selbsttest: Selbstständige kontrolle Ihrer Funktion und anlernen an die Heizung. So lernen sich moderne Smarte Thermostate selbständig an dem mit ihnen verbundenen Heizkörper an (Ventilöffnung 0% bis 100%).
 
Entkalkungsfahrten: Manche Anbieter haben in den Smarten Thermostaten Entkalkungsfahrten intergriert. Damit bei längerer nichtbenutzt das Ventil nicht verkalkt, wird zu einer festgelegten Uhrzeit das Ventil einmal komplett geöffnet und wieder geschlossen.
 
Berücksichtigung der Wettervorhersagen: Smarte Heizkörperthermostate berücksichtigen auch die Wettervorhersage. Sie Lernen, wie sich Ihr Haus in Abhängigkeit der Witterung verhält und finden somit automatisch die optimale Einstellung. (Hersteller Tado° hat diese Funktion im Angebot)

 

Smarte Beleuchtung

Was sind Smarte Lampen?

Eine Smarte Lampe ist ein Leuchtmittel, welches über mehrere Funktionen als nur an oder aus verfügt.
Eine Smarte Lampe kann zum Beispiel seine Helligkeit steuern, wofür man früher einen Extra Dimmer benötigte, heute braucht man nur noch die gewünschte Helligkeit in seiner APP einstellen und die Lampe ändert umgehend ihre Helligkeit. Eine Smarte Lampe kann Ihre Farbe ändern, je nach Hersteller gibt es Leuchtmittel die Ihre Farbe ändern können. Auch hier wird die gewünschte Farbe über die APP des Herstellers eingestellt.
 
Das war aber noch nicht alles, weitere Funktionen wären z.B. eine Anwesenheitssimulation (zu bestimmen Uhrzeiten kann die Lampe selbstständig das Licht einschalten), eine Weckfunktion (die Lampen wecken einen mit zunehmender Helligkeit). Lichteffekte wie Colorfading (die Lampen wechseln weich ihre Farben von Rot -> Grün -> Blau usw. und zurück zu Rot).
 
Verbunden mit einem externen Bewegungsmelder lassen sich weitere intelligente Funktionen realisieren.
So könnte man z.B. den Bewegungsmelder im Hausflur installieren und die Lampen für eine gewisse Zeit einschalten sobald jemand den Flur betritt und dann wieder ausschalten wenn keine Bewegung mehr erkannt wird.

Durch die Verwendung von Smarten Lampen lässt sich Energiesparen, in den Smarten Lampen werden LED (dt. lichtemittierende Diode) verbaut. Diese sind fast 90% Sparsamer als herkömmliche Glühbirnen.

philips hue
Quelle: PhilipsHue

Welche Hersteller gibt es?

Der Markt mit der Smarten Beleuchtung boomt, täglich kommen neue Hersteller hinzu.
Hier mal ein paar Hersteller die im Moment sehr beliebt sind für Smarte Leuchtmittel.
 

Philips Hue, Osram Lightify,  IKEA Trådfri, Innr Lighting, Elgato Avea, TP Link

 

Was benötige ich für den Umstieg auf Smarte Beleuchtung?

Zunächst benötigt man Erstmals das Passende Smarte Leuchtmittel, sei es für Sockel E27, E14, GU 10 oder GU5.3. Um diese Leuchtmittel steuern zu können benötigt man meistens noch einen sogenannten Gateway der wiederum mit den Smarten Lampen kommuniziert. Alle Leuchtmittel und auch das Zubehör wie Bewegungsmelder oder Lichtschalter werden an diesem Gateway angelernt.

Beispiel:
Schaltet man nun auf seiner APP z.B. das Licht ein, so kommuniziert das Handy mit dem Gateway und dieser sendet dann an die Lampe den Befehl zum Einschalten.  Vorteil eines Gateways ist, dass man z.B. nicht Zuhause sein muss um sein Licht schalten zu können.
Es gibt auch Smarte Lampen die keinen Gateway benötigen. Diese funktionieren meistens über das WLAN oder Bluetooth. Die Bluetooth fähigen Lampen können nur aus unmittelbarer Nähe gesteuert werden, wo hingegen die WLAN fähigen Lampen sich auch mit dem Internet Verbinden können. In den meisten Fällen verbinden sich solche Lampen mit einem Online-Dienst vom Hersteller selbst. Hierzu muss man dann ein Konto anlegen über das man dann seine Lampen steuern kann.

Achtung! Viele Anbieter die einen Online-Dienst zum Steuern der Smarten Lampen anbieten kommen aus dem Asiatischen Raum, der Datenschutz wird da leider nicht so ernst genommen.

Lohnen sich Smarte Lichtsysteme?

Ein ganz klares Jaein, jemand der sein Licht nur ein und ausschaltet wenn er da ist oder die Wohnung verlässt wird wenig Freude an Smarter Lichtsteuerung finden. Jemand der Spaß am Umgang mit Technik, keine Berührungsängste mit APP´s und auch so offen ist sein Leben etwas bunter zu gestalten wird sich über Smarte Beleuchtung freuen. Einziger Wehrmutstropfen wie soll es auch anders sein ist das liebe Geld. Sollen es hochwertige Produkte von Philips Hue sein so erreicht man sehr schnell die dreistelligen Preise. Inzwischen gibt es aber günstige Alternativen von z.B. Ikea.

Wie kann ich das Licht über Alexa Steuern?

Um das Licht mittels Sprachassistenten zu steuern, benötigt man natürlich erst mal einen Sprachassistenten. Ist dieser Einsatzbereit und mit dem Internet verbunden. Kann es losgehen. Bei einem Amazon Echo z.B. öffnet man die Amazon Alexa APP auf seinem Smartphone und Navigiert in den Menüpunkt „Skills und Spiele“ hier kann man nach dem Hersteller seiner Smarten Beleuchtung suchen. Hat man Lampen von z.B. Philips Hue. So gibt es hier die „Hue“ APP. Diesen Skill aktiviert man nun auf seinem seinem Amazon Alexa Konto und hat fortan Zugriff auf seine Philips Hue Lampen durch Alexa

Smarte Lautsprecher

Was sind Smarte Lautsprecher?

Ein Smarter Lautsprecher oder auch Smart Speaker genannt ist ein mit dem Internet verbundener Lautsprecher der Sprache oder Musik drahtlos übertragen kann. Ein solcher Smarter Lautsprecher ist mit einer Sprachsteuerung und Spracherkennung ausgestattet. Die bekanntesten Hersteller solcher Smart Speaker sind Amazon, Google und Apple. Alle Hersteller bieten Unterschiedliche Modelle an.

Benutzt werden können dieses Smarten Lautsprecher zur Nutzung von Musikstreaming, Nachrichten, Wetter abfragen, Podcast, Anrufe, Informationen über das eigene Smart Home und sonstiger Audiodienste aus dem Internet. Darüber integrieren einige Systeme über die Musikspielfunktion hinaus Smart-Home-Funktionen per WLAN und Bluetooth.

Welche Unterschiede gibt es?

Es gibt viele Unterschiedliche Versionen der Smarten Lautsprecher, da fällt die Auswahl nicht leicht welcher Smarte Lautsprecher es werden soll. Abgesehen von der Optik und der Bedienung, sind die größten Unterschiede beim Klang auszumachen. Je Flacher und kleiner ein Lautsprecher ist, desto weniger Volumen stehen Ihm zur Klangerzeugung zur Verfügung, ergo es wird Ihm am Bass und Tiefton mangeln. Blechern und mit zu vielen Höhen kommt der Klang dann aus diesen Smart Speakern. Immer neuere Lautsprecher-Konzepte erzeugen zwar meistens eine Klangverbesserung zum Vorgängermodell können aber auch hier die Physik nicht austricksen.
Wenn man die Möglichkeit hat sollte man solche Lautsprecher vorher einmal Probehören.

Wer den Smarten Lautsprecher eher für Nachrichten und Informationen benutzen will und nicht als Radio Ersatz, der wird schneller einen passenden Smarten Begleiter finden, denn hierfür eignen sich alle Smarten Lautsprecher. Möchte man dann doch das alte Küchenradio durch einen Smarten Lautsprecher ersetzen der auch guten Klang erzeugen kann, raten wir zu größeren Smart Speakern.

Die Moderne Smarte Wanze?

1983: „Wir können hier nicht reden, eventuell ist meine Wohnung verwanzt“

2020: „Wanze: bestell mir eine Pizza“
 
Was den Datenschutz bei Smarten Lautsprechern betrifft, da sieht es dann nicht mehr ganz so rosig aus, die Stiftung Warentest hat sich im Zuge eines Sprachassistenten Test mit den Datenschutzbestimmungen von den Herstellern Google, Apple, Amazon und Co. auseinandergesetzt.
 
Das Ergebnis ist ernüchternd: Alle Datenschutzerklärungen wiesen im Test deutliche Mängel auf. Wo und wie lange persönliche Daten gespeichert werden, ist für den Endnutzer in den meisten Fällen kaum bis gar nicht nachvollziehbar. Viele Smart Speaker besitzen zwar eine Funktion um die Mikrofone zu deaktivieren, aber mal ganz im Ernst, wer möchte ständig, seine Mikrofone ein uns wieder ausschalten wenn er sie braucht oder nicht mehr braucht. Dann ist das Ganze nicht mehr ganz so Smart. Man sollte sich also im Klaren sein, was man alles mit seinen Smart Speaker so teilen möchte. Muss er unbedingt meine Emails vorlesen oder wichtige Nachrichten verfassen? Wir denken, wenn man Ihn bewusst benutzt um Musik, Nachrichten, einen Timer oder den Wetterbericht vorlesen zulassen sollte man auf der sicheren Seite sein.

Was verbraucht so ein Smart Lautsprecher an Strom?

Ein gemittelter Wert aus 5 verschieden Smarten Lautsprechern ergab einen Stromverbrauch von 2,2 Watt im Standby.
Bei normaler Lautstärke und dem Streamen von Musik ergab sich ein Wert von 6,8 Watt.
Ausgehend von einem Durchschnittlichen Strompreis von 29 Cent je kWh ergeben sich so beim reinen Standby-Betrieb pro Jahr Stromkosten in Höhe von 5,08€.
Im Grunde ist das nicht viel, summiert sich aber bei mehreren Smarten Lautsprechern.